Russland

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Eine kurze Geschichte Russlands

Die eigentliche Geschichte Russlands beginnt mit dem Sieg der Rus gegen die Belagerung der Mongolen und Tataren unter Dimitri Donskoi im Jahre 1380. Der Herrscher des stärksten Fürstentums - Moskau - konnte die Rus vereinen und die Fremdherrschaft beenden.

Die russische Bevölkerung entstammt der slawischen Region Osteuropas, die heute zur Ukraine, Weissrussland und Westrussland zählt. Sie wurde Rus genannt. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts waren diverse Großfürstentümer der Rus zerstritten und fielen Anfang des dreizehnten Jahrhunderts dadurch unter die Herrschaft der Reiternomaden aus der Mongolei.

Donskoi folgte der Moskauer Großfürst Iwan der Große, der sich Herrscher der ganzen Rus nannte und erstmals einen russischen Staat bildete. Sein Enkel Iwan IV. ernannte sich 1547 zum ersten Zaren. Aufgrund seiner brutalen Alleinherrschaft wurde er berüchtigt als ‘Iwan der Schreckliche’. Er eroberte das Tatarenreich und weite Teile Sibiriens.

Die russischen Zaren herrschten bis 1917, als in der Folge der Februarrevolution die letzte Zarenfamilie unter Nikolaus II in Jekaterinburg 1918 erschossen wurde.

Bis dahin hatten sie nicht nur ungeheure Schätze angesammelt, sondern Russland zwischenzeitlich zur europäischen Großmacht gemacht. Allerdings das alles um den Preis der Verarmung und Ausbeutung der eigenen Bevölkerung. Dies führte letztlich zur Revolution.

De wichtigsten russischen Zaren waren nach Iwan IV. folgende:

  • Peter I. “der Große” herrschte von 1682 bis 1725. Unter seiner langen Regentschaft wurde ganz Sibirien russisch, er ließ Sankt Petersburg als neuen Zarensitz erbauen, brachte Russland damit fast in den finanziellen Ruin und reformierte das Land nach europäischem Vorbild. Durch die Entscheidung für Sankt Petersburg sollte Russland endgültig europäisch werden.
  • Katharina II. “die Große” herrschte von 1762 bis 1796. Sie entstammte dem deutschen Fürstengeschlecht von Anhalt-Zerbst aus Stettin. Sie wurde Zarin, nachdem sie ihren Mann Peter III., mit dem sie eine unglückliche Ehe eingegangen war, ermorden lies. Sie führte die Expansionspoltik der Zaren erfolgreich fort und vergrößerte den Machtbereich vor allem zu Lasten Polens in Richtung Europa. Alle weiteren Zaren waren ihre Abkömmlinge und unterhielten enge Beziehungen zu deutschen Fürstenhäusern und später zum Kaiserreich.
  • Die Regenschaft Alexander I. (Enkel Katharinas) zwischen 1801 und 1825 war geprägt vom Krieg gegen Napoleon und der Neuregelung Europas durch den Wiener Kongress.
  • Nikolaus I. (Enkel Katharinas) orientierte sich kriegerisch zwischen 1825 und 1855 Richtung Süden gegen Persien und die Türkei. Er war mitverantwortlich für den 1853 beginnenden Krimkrieg gegen die Türken.
  • Alexander II. (Urenkel Katharinas) übernahm den Zarentitel von seinem Vater und beendete 1856 den verlustreichen Krimkrieg gegen das osmanische Reich, Frankreich und England. Deutschland hatte sich nicht am Krieg gegen Russland beteiligt. Er herrschte bis 1881 und schaffte erstmals die Leibeigenschaft in Russland ab.
  • Alexander III. (Ur-Urenkel Katharinas) führte zwischen 1881 und 1894 ein eisernes Regiment innerhalb Russlands, aber keine Kriege.
  • Nikolaus II. (Ur-Ur-Urenkel Katharinas) führte einen desaströsen und verlustreichen Krieg gegen Japan. Auch führte er Russland völlig unvorbereitet in den ersten Weltkrieg, obwohl er ein Cousin des Deutschen Kaisers war und enge Kontakte ins Deutsche Reich pflegte. Unter seiner Regentschaft offenbarte sich die Rückständigkeit des Zarenreiches und die Unwilligkeit zu Reformen, so dass es am Ende zur Revolution kam. 1918 wurde Nikolaus mitsamt seiner Familie von den Bolschewiki erschossen.

Die Zeit der Zaren war im übrigen eine Zeit der Morde, denn kaum ein Zar ist eines natürlichen Todes gestorben.

 

 

Die russischen Zaren

Katharina II

Die Jahrzehnte der kommunistischen Regierung in der neu entstandenen Sowjetunion, vor allem die unter dem Diktator Stalin war eine Zeit der Unterdrückung, der Misswirtschaft und der Ungerechtigkeiten. Im Zuge des Gewinns des zweiten Weltkrieges dominierte der Stolz auf das Vaterland und der Anspruch auf Weltmachtstellung. Das Wettrüsten mit den USA war kostenintensiv, und gleichzeitig lähmten die starren Fünfjahrespläne und die kommunistische Zentralwirtschaft des Arbeiter- und Bauernstaates jegliche Motivation und jeglichen Fortschritt für das einfache Volk. Die Miss- und Mangelwirtschaft und der Stillstand wurde von massiver Propaganda überdeckt. Doch letztlich scheiterte das System an sich selbst und musste 1991 aufgeben. Regierung und Staat zerfielen und hinterließen Chaos und Korruption. Russland war am Boden und geriet in Gefahr von westlichen Interessen geschluckt zu werden.

Für viele Russen war der Zusammenbruch der Sowjetunion sicher auch eine Befreiung, in wirtschaftlicher Hinsicht allemal. Aber die ersten zehn Jahre waren nicht schön, um es einmal so plakativ zu beschreiben.

National und international betrachtet war es eine Schmach mit dem Gefühl wie ein Verlierer dazustehen, zumal die Gegenseite USA und Nato sich als Sieger feierten. Wirtschaftlich war es eine Katastrophe und innenpolitisch ein Chaos.

Jelzin als dem Wodka zugeneigter Staatschef hatte die Fäden nicht in der Hand und keinen Plan, wie es weitergehen solle. Er ließ sich nur allz gerne und leicht von westlichen Interessen leiten. Und nach dem Rubelcrash und dem Jugoslawienkrieg der Nato, bei dem der Freund Serbiens, Russland nur machtloser Zuschauer war, bestand die Gefahr für Russland, dass man als stolze Nation unterging und in die Fänge des amerikanischen Kapitalismus geriet. US-Konzerne standen bereits vor der Tür, bereit zur Übernahme der wichtigsten russischen Unternehmen, insbesondere Gas und Erdöl.

Amerika freundliche russische Oligarchen hatten sich einen Gutteil des russischen Vermögens angeeignet und lebten in Saus und Braus. “Es lebe der Kapitalismus !”

Und dann war da noch dieses kleine Versprechen der US-Regierung an den ehemaligen Präsidenen Gorbatschov, dass die Nato im Falle der Wiedervereinigung Deutschlands und des Abzugs der Roten Armee aus der DDR das westliche “Verteidigungsbündnis” nicht weiter nach Osten ausdehnen würde. Leider war Gorbatschov mit seinen Landsleuten so naiv, diese mündliche Zusage zu glauben und nicht vertraglich zu fixieren.

Nun, wie wir wissen, ging nichts schneller als das, und ruckzuck standen Natosoldaten an den Grenzen Russlands (Litauen Lettland, Estland).

Wladimir Putin hatte sich die Entwicklung im Schatten Jelzins lange angeschaut und war fest entschlossen, dieser als neuer Präsident ein Ende zu machen. Russland sollte weder weiterhin betrogen werden, noch von innen kapitalistisch ausbluten noch ein weiterer Vasall der USA werden. Er wollte Russland stabilisieren und zu alter Stärke zurück verhelfen. Dabei war nicht zu erkennen, dass er gegenüber der Nato aggressiv agierte oder die frühere Sowjetunion wieder herstellen wollte, so wie man ihm vorwirft.

Folgt man seinen Reden und Erklärungen, ging und geht es ihm um die Eigenständigkeit Russlands in verantwortlicher Einbindung in die Weltgemeinschaft. Darum, ein starker und unabhängiger Partner sowohl für den Westen, als auch für den Osten oder andere Staaten der Welt zu sein. Unter dieser Prämisse sollten auch die Olympischen Winterspiele in Sotchi 2014 stattfinden, die von westlichen Medien als Propagandaspektakel bezeichnet und in ein negatives Licht gestellt wurden.

Während der nun schon langjährigen Regentschaft Putins hat Russland sowohl wirtschaftlich als auch militärisch eine rasante Entwicklung genommen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es noch Anfang des Jahrhunderts am Boden lag. Auch innen- und außenpolitisch ist Russland wieder wer und Russen können wieder stolz in den Spiegel schauen. Nicht umsonst sind weit über 80% der Russen mit seiner Arbeit zufrieden und stehen hinter Putin. Auch international verschafft die Politik Putins Russland weltweites Ansehen.

Den USA und der Nato passt dies jedoch gar nicht. Putin durchkreuzt deren Pläne und stellt sich sogar quer. Bündnisse mit dem Iran und China, eigene Weltfinanzpolitik mit den BRICS-Staaten, Gegenmaßnahmen zu den Nato-Sanktionen wegen der Ukraine- und Krimpolitik, ein NO zur Vernichtung Syriens. All das geht aus Natosicht gar nicht und fordert Konfrontation.

Putin und Russland haben sich jedoch ganz offiziell auf die Fahne geschrieben, die imperialistischen Aktivitäten der USA nicht mehr mit anzusehen und eine ausgleichende Geopolitik dagegen zu stellen. Und dies im Verbund mit China und anderen zukünftig wichtigen Staaten wie dem Iran, Brasilien und Indien.

Die ältere und jüngere Geschichte Russlands im Kopf, kann man davon ausgehen, dass Russland sich rasch und massiv wirtschaftlich und politisch entwickeln wird. Zusammen mit China und anderen Staaten der SCO (Shanghai Cooperation Organization), wie Kasachstan, Mongolei, Iran, Indien wird ein starkes und zukunftsträchtiges Zentralasien entstehen mit gigantischem Wachstumspotenzial und Konsumhunger.

Deutschland und die Deutschen sollten dies für den eigenen Wohlstand positiv betrachten und auf Freundschaft setzen anstatt auf Konfrontation. Denn aufhalten lässt sich die Entwicklung in keinem Falle.


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